HELA 2020

HELA 2020

Lagermotto: Prison Break

Lagerhaus: Ferienhaus Kaisten

Lagerort: Rickenbach bei Schwyz

Lagerrückblick: 21. November 2020 – Alternativprogramm! Weitere Infos findest du hier!

Fundsachen: hier!


Samstag, 26.09.20

Nach einem abwechslungsreichen Lagersegen machten wir uns auf den Weg nach Luzern. Dort bauten wir verschiedene Gebäude und Freizeiteinrichtungen, um die Architektin von unserem Können zu überzeugen. Alle Projekte wurden für gut befunden und somit konnte die Reise nach Schwyz weitergehen. Kurz vor Seewen Schwyz kam ein strenger Billettkontrolleur vorbei. Als dieser bemerkte, dass unsere Tickets ungültig sind, warf er uns kurzerhand aus dem Zug. Neben einer saftigen Buse mussten wir nun einen noch weiteren Wanderweg zurücklegen. Trotz der strengen Wanderung und des regnerischen Wetters kamen wir alle wohlbehalten in unserem Lagerhaus an. Dort gab es dann eine Razzia, da neben den fehlenden Tickets noch weitere «Straftaten» von den Teilnehmern begangen wurden. Zum Glück gab es von der Küche noch ein feines Risotto, somit war die Inhaftierung nur halb so schlimm. Mal sehen, was der morgige Tag noch alles so bringt.

Sonntag, 27.09.2020

Mit morgenrotem Himmel fing für die Gefangenen der Tag an. Nach einer kurzen Ansprache des Gefängnischefs wurde die Fahne, musikalisch begleitend vom Schweizer Psalm gehisst. Einigen Häftlingen wurden ihre Privilegien entzogen: Dazu gehört Essen ohne Besteck und Stuhl, sodass sie ihre Mahlzeiten am Boden einnehmen mussten. Anschliessend nach dem Frühstück begann der Knastaufenthalt mit einer Stärkung des Bandengeistes. Die Häftlinge zeigten ihr Geschick mit flinker Fingerfertigkeit während des Bändeligames. Die glorreichen Gewinner dieses Spiels durften am Mittag die Mahlzeit als Erstes entgegennehmen.

Das ausgiebige Mittagessen gab den Gefangenen genügend Energie, um die interne Machtposition der verschiedenen Banden erfolgreich zu meistern. Später fand ein erster Kontakt zwischen Anna Bolika und den Bandenchefs statt. Anna Bolika bot ihnen hilfreiche Gegenstände an, damit sie einen Gefängnisausbruch verüben können.

Da der Tag für die Häftlinge sehr anstrengend war, wurde von der Gefängnisärztin Prof. Dr. Wilde Hilde einen Entspannungsabend verordnet. Dadurch konnten die Häftlinge ein gemütliches Tee-Trinken und ihre innere Ruhe mit Yoga zu finden. Um die Muskulatur zu entspannen, haben sich die Häftlinge gegenseitig mit einer Massage verwöhnt. In einem finsteren Ecken des Gefängnisses machten sich die Häftlinge ein verbindendes und für alle Ewigkeit haltendes Bandentattoo.

Wärterin Rosa Wolke bekam während des Abends Mitleid mit den Gefangenen. Ausserdem hegte sie den Verdacht auf Korruption der Wärter und des Gefängnisdirektors. Sie hat Angst in ein Korruptionsring zu verfallen und schildert deshalb ihre Bedenken den Bandenchefs gegenüber. Zusätzlich bietet sie ihre Hilfe für einen Gefängnisausbruch an, da sie stets an das Gute im Menschen glaubt.

Montag, 28.09.2020

Mitten in der Nacht, aus dem Tiefschlaf gerissen und um Material beklaut konnte unser Tag nicht besser beginnen. Die Razzia in der Nacht war eine Katastrophe. Der Deal zwischen einem Wärter und den Tschuniors wurde aufgedeckt.

Als Sozialarbeit mussten wir nun das Material für eine Festivalzeltstadt sammeln, damit wir diese am Nachmittag aufbauen können. Als wir nach dem Mittag am Aufbauen der grossen Nomadenzelte waren, berichtete uns die Wärterin ‚Rosa Wolke‘ davon, dass sie die Zelte zum Zwecke eines Ausbruchs für uns schmieren konnte. Von den unwissenden Wärtern angeleitet, standen die Zelte schnell und stabil und wir freuten uns schon schelmisch darauf die Wärter so blosszustellen.

Am Abend gab man uns den Auftrag unsere ursprünglichen Straftaten mit Rehabilitationstheater zu verarbeiten. Da die Angestellten des Gefängnisses nur schlecht miteinander kommunizierten, konnten wir auch Szenen wie Überfälle oder Ausbrüche darstellen. Dies gefiel den einflussreicheren Gefängnisangestellten gar nicht. Wir wurden ohne Lob zum Fahnenniederholen und dann unmittelbar auf die Pritsche geschickt.

Dienstag, 29.09.2020

Die Küche war heute etwas schusselig unterwegs und hat das Geschirr und Essen vom Mittag verlegt. So mussten wir in einem Spiel über vier Runden unser Mittagessen hart verdienen. So wurden wir mit einem feinen Ragout, Polenta und Broccoli verwöhnt.

Am Nachmittag ist dann unser Teller verschwunden. Wir sammelten deshalb Taler, damit wir wenigsten eine Konservendose als Essbehälter haben. Somit passte das Abendessen, dass aus Ravioli bestand, super zum Nachmittagsblock.

Zur Unterhaltung veranstaltete das Gefängnispersonal einen Casinoabend. So spielten wir Roulette, Black Jack, Poker, Würfelspiele und 4 gewinnt. und gewannen oder verloren viel Geld. Als Erfrischung gab es an der Bar feine Getränke und Snacks. Ganz heimlich dealten wir auch noch mit einigen Gefängniswärtern und planten einen Ausbruch. Jetzt warten wir nur noch bis die Nacht anbricht und es genug dunkel ist.

Mittwoch, 30.09.2020

In der Nacht kam Wärterin Rosa Wolke in unsere Zellen und sagte:“ Es ist soweit wir können ausbrechen. Alles ist vorbereitet.“ Wir packten unser nötigstes Proviant und gingen in die dunkle Nacht hinaus, mit dem Ziel zu den am Vortag errichteten Zelte zu gelangen. Dort angekommen machten wir es uns in den Zelten gemütlich und hofften, dass wir die Nacht gut überstehen werden. Sobald wir jedoch tief und fest schliefen, weckten uns bellende Hunde und wurden geblendet von grellen Lichtern. Unsere Zelte wurden von den Wärtern entdeckt und sogleich gestürmt… „Nein sie haben uns erwischt!“, ruften wir. Sie führten uns wieder zurück zum Gefängnis, wo wir sofort wieder einschliefen. Als Konsequenz dieses Regelverstosses wurden uns alle Privilegien gestrichen. Rosa Wolke musste in Untersuchungshaft, weil sie uns während des Ausbruchs eine grosse Hilfe war.

Die Nacht war von Höhen und Tiefen dominiert. Wir fanden dadurch fast keinen ruhigen Schlaf. Am Morgen waren unsere Gedanken immer noch bei unserer lieben Wärterin Rosa Wolke, auf die eine ordentliche Strafe wartete. Beim Morgenapell verkündete uns der Direktor, dass ihr gekündigt wurde und sie augenblicklich den Knast verlassen muss.

Während des Morgens übten wir verschiedene Überlebenstechniken, da uns Rosa Wolke schon vor einiger Zeit für dieses Programm angemeldet hatte. Es diene dazu, unseren nächsten Ausbruch erfolgreicher durchzuführen. Um dies zu verwirklichen kamen vier Experten aus aller Welt. Sie zeigten uns unterschiedliche Parcours und erklärten uns, wie man am schnellsten die Hindernisse überwinden konnte. Wir bildeten Zweierteams, führten jeden Parkour aus und stoppten die Zeit. Es war ein regelrechter Wettkampf um die Bestzeiten. Am Schluss gewann das Team Bebisch mit stolzen 65 Sekunden.

Apell am Morgen

Die kleine Zwischenverpflegung am Mittag stärkte uns für das nächste Programm, welches noch vor uns lag. Diesmal zeigten uns die Experten wie eine Karte richtig gelesen wird und wie wir uns im Gelände orientieren können, ohne uns zu verlaufen. Mittlerweile wissen wir schon sehr viel mehr über dieses Themengebiet.

Am Abend wurde unser Geschick hart auf die Probe gestellt, denn wir mussten nicht nur uns im Dunkeln orientieren, sondern auch noch ein Teelicht am Brennen behalten. Falls wir dies hinkriegten gab uns einer der Experten einen Leuchtstab, mit dem wir am Schluss ein Bild erschaffen konnten. Es entstand innerhalb kürzester Zeit wunderbare Kunst, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Küche spendierte uns ein kleines Dessert und wir begaben uns müde, aber glücklich zurück in unsere Zellen zum Schlafen.

Plötzlich ertönte in der Haftanstalt einen riesigen Lärm: Zwei Personen stritten sich lautstark in den Gängen, es zerfielen Scheiben und dann fielen sieben Schüsse. Wir schauten durch unsre Gitterstäbe und sahen Herr Bert Herbert tot am Boden liegen. Viele Wärter standen neben ihm. Sobald die Polizei eintraf, wurde der Tatort untersucht. Morgen werden wir sicher mehr erfahren. Was für eine Nacht.

Donnerstag, 01.10.2020

Wir wurden in der letzten Nacht von Schüssen, Geschrei und Gepolter geweckt und mussten heute Morgen mit Schrecken feststellen, dass unser Gefängnisanwalt Herr Bert Herrbert umgebracht wurde. Leider kennen wir den Mörder und das Motiv noch nicht. Es gibt aber auch gute Nachrichten, denn unsere Strafakten wurden gestohlen und als Fährte ausgelegt. Somit gelang es uns heute Morgen diese auf einer Schnitzeljagd alle zu finden.

Am Nachmittag mussten die Gefangenen in einem Zonengame ihre wiederbeschafften Akten durch das Gefängnis schmuggeln, was dann auch allen gelang. Der Nachmittag endete danach mit einer kleinen Schlammschlacht.

Die geschmuggelten Strafakten verbrannten wir nach einem feinen Nachtessen am wunderbaren Lagerfeuer, an dem wir trotz ein bisschen Regen noch Lieder sangen und gemütlich beisammen sassen. Nach einer feinen Schoggibanane und einer warmen Dusche fielen wir alle todmüde ins Bett.

Freitag, 02.10.2020

Der Hauswart im Gefängnis ist heute Morgen zu uns gekommen und hat uns mitgeteilt, dass er Informationen über die Wärter besitzt die uns helfen auszubrechen. Diese mussten wir uns jedoch erkämpfen, durch ein Aktengame gegen die bösen Wärter.

Am Nachmittag war unser Ziel diese Informationen und uns selber aus dem Gefängnis heraus zu bekommen. Dies geschah durch ein «Lass die Sau raus» Zonengame.

Am Abend feierten wir alle unseren Ausbruch mit einen geschmückten Festmahl, lauter Musik und ausgezeichneter Stimmung. Der Tag endete mit einem Radiobeitrag, der alle Wärter entlarvt und uns die Freiheit schenkt.

Sponsoren

Für ein Lager braucht es auch immer Sponsoren. In diesem Jahr Bedanken wir uns bei folgenden Sponsoren die uns Materiell oder Finanziell unterstützt haben.

www.ottos.ch